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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Der deutsche Sprachraum aus der Sicht linguistischer Laien
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Neben der traditionellen Dialektologie hat sich in den letzten Jahrzehnten eine weitere Sichtweise auf die Dialekte ergeben. In der Wahrnehmungsdialektologie geht es im Wesentlichen darum, zu klären, über welche Wissensbestände der Laie, der Nichtspezialist, der Alltagsmensch im Unterschied zum lin- guistischen Linguisten verfügt. Die Wahr- nehmungsdialektologie ist – bezogen auf den deutschen Sprachraum – noch nahezu eine terra incognita. Zwar lassen sich Anfänge der Wahrnehmungsdialektologie (auch: percep- tual dialectology oder folk linguistics) bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts zurückverfolgen, systematischer und intensiver rückte diese Forschungsperspektive aber erst seit dem letzten Viertel des 20. Jahrhunderts in das Blickfeld der Sprachwissenschaft. Im deutsch- sprachigen Raum gibt es bislang nur wenige wahrnehmungsdialektologisch ausgerichtete Arbeiten. Eine umfassende und systematische Erkundung des Alltagswissens, der mit den Dialekten verbundenen Einstellungen und des zugrundeliegenden kulturell-konsensualen Wissens ist bislang noch nicht erfolgt und stellt ein dringendes Forschungsdesiderat dar. In diesem Forschungsprojekt werden die laienlinguistischen Konzeptualisierungen zur deutschen Sprache untersucht. Dazu werden in Deutschland, Österreich, der deutschsprachigen Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol jeweils sechs Personen dreier Altersgruppen befragt. Momentan steht ein Korpus von sprachlichen und metasprachlichen Daten von 109 Gewährspersonen zur Verfügung.

 

Gegenstand sind die linguistischen, geografischen, sozialen, kognitiven und visualisierten Raumkonzeptionen von regionalen Varietäten des Deutschen aus der Sicht deutschsprachiger linguistischer Laien.

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